Die seit Jahresbeginn operierende Güterbahn Schleswig-Holstein GmbH liegt auf Erfolgskurs. "Wir haben Mengen von der Straße zurück auf die Schiene geholt", bestätigte Ulrich Schütz, Vorstand der Nordfriesischen Verkehrsbetriebe AG (NVAG), die zugleich Initiator und Mehrheitsgesellschafter an der neuen Regionalbahn (Sitz:Niebüll) ist. Auch sei es gelungen, die konjunkturbedingten Mengenrückgänge, etwa bei den Baustofftransporten, durch Neuverkehre auszugleichen. Als wichtigen Kunden konnte die Güterbahn Schleswig-Holstein beispielsweise die Bundeswehr gewinnen. Konkrete Transport- und Umsatz-/Gewinnzahlen wollte Schütz "mit Blick auf die noch junge Präsenz nicht machen". Der Bahnbetrieb beruht auf einem auf das nördliche Bundesland zugeschnittenen Ringzug-Konzept. Die Züge verkehren von Montag bis Sonnabend. Seit Aufnahme des Bahnbetriebs Anfang 2002 hat das Unternehmen 3,5 Millionen Euro investiert und 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. "Wir haben uns zu einer kleinen Job-Maschine für die Region entwickelt", so Schütz. Der Mitarbeiterstamm soll weiter wachsen. Auch der Lokomotivpark wurde kontinuierlich weiter ausgebaut, und zwar um leistungsstarke Diesel-Streckenloks. Die Zusammenarbeit mit der DB Organisation verläuft Schütz zufolge "immer noch nicht rund". "Bedauernswert ist, dass uns seitens der DB immer noch mehr Steine in den Weg gelegt werden als dass man von einer wirklichen partnerschaftlichen Zusammenarbeit sprechen könnte", so Schütz. Zum 15. Dezember wird die Güterbahn Schleswig-Holstein mit einem erweiterten Angebot kommen. "Wir befinden uns in der Abstimmungsphase mit DB Netz." (vr/eha)
Güterbahn Schleswig-Holstein: Mit dem Konzept weiter auf Erfolgskurs
Die Bundeswehr als wichtigen Kunden gewonnen