Mainz. Einen Monat nach Einführung strengerer EU-Luftgrenzwerte für Feinstaub hat die Landtagsfraktion der Grünen gefordert, mehr für die Reinhaltung der Luft zu tun. „Erforderlich sind vor allem verkehrslenkende Maßnahmen sowie die schnelle Einführung von Rußfiltern für Dieselfahrzeuge“, sagte der umweltpolitische Fraktionssprecher Bernhard Braun am Dienstag in Mainz an die Adresse der Landesregierung. Bei Lastwagen ohne Partikelfilter müsse über Durchfahrtsbeschränkungen in Städten mit hoher Feinstaubbelastung nachgedacht werden. Umweltministerin Margit Conrad (SPD) schloss ein unmittelbares Fahrverbot für Autos aus. Verkehrsverbote könnten nur das „letzte Mittel“ sein. In den Regionen sollten zunächst die Mittel der Stadtplanung und Verkehrslenkung ausgeschöpft werden. Das Problem der Minderung der Feinstaubbelastung in der Luft könne nicht lokal gelöst werden, sagte die Ministerin. „Die Luftströme machen an Stadtgrenzen nicht halt.“ Nach der neuen „Luftqualitätsrahmenrichtlinie“ der EU darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft nur noch an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Nach Angaben der Grünen wurde dieser Wert im vergangenen Jahr in Ludwigshafen an 73 Tagen und in Mainz an 44 Tagen überschritten. (dpa)
Grünen fordern mehr Vorkehrungen gegen Feinstaub von Lastwagen
Mit Maßnahmen zur Verkehrslenkung und dem Einbau von Rußfiltern in Dieselfahrzeuge sollen die neuen, strengeren EU-Luftgrenzwerte eingehalten werden