Gruber Logistics hat einen neuen Transportauftrag für den Südtiroler Schnellladeinfrastruktur-Hersteller Alpitronic übernommen. Seit Ende der ersten Jahreshälfte 2026 verbindet ein regelmäßiger Shuttle-Verkehr das Lager in Auer mit dem Produktionsstandort von Alpitronic in Bozen.
Zum Einsatz kommt dabei ein batterieelektrischer Lkw aus dem Fuhrpark von Gruber Logistics. Mehrmals täglich werden Bauteile für die Produktion der Schnellladestationen transportiert.
Partnerschaft wird weiter ausgebaut
Beide Unternehmen arbeiten bereits seit mehreren Jahren in unterschiedlichen Projekten zusammen. Neben den Transportleistungen nutzt Gruber Logistics an verschiedenen Standorten Ladetechnologie von Alpitronic.
Darüber hinaus engagieren sich beide Unternehmen gemeinsam im europäischen Forschungsprojekt FLEXMCS, das die Entwicklung von Megawatt-Ladesystemen für schwere Nutzfahrzeuge vorantreiben soll.
E-Lkw übernimmt Produktionsversorgung
Auf der rund 20 Kilometer langen Strecke zwischen Auer und Bozen fährt ein elektrischer Scania-Lkw, der speziell für den emissionsarmen Güterverkehr ausgelegt ist. Das Fahrzeug übernimmt die Versorgung des Alpitronic-Werks mit Komponenten für die Produktion der Schnellladesysteme.
Mit dem Einsatz eines E-Lkw wollen die Unternehmen die Transportemissionen auf der Strecke reduzieren und gleichzeitig Erfahrungen mit nachhaltigen Logistikprozessen sammeln.
Elektromobilität in der Logistik im Fokus
Die Zusammenarbeit zeigt, wie eng sich Hersteller von Ladeinfrastruktur und Logistikunternehmen zunehmend vernetzen. Während Alpitronic Ladeinfrastruktur für Elektromobilität entwickelt, setzt Gruber Logistics verstärkt auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge im eigenen Fuhrpark.
Beide Unternehmen sehen in der Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs einen wichtigen Baustein für die künftige Entwicklung nachhaltiger Transportketten.
Forschung an Megawatt-Ladetechnik
Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation liegt in der Entwicklung leistungsfähiger Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge. Im Rahmen des europäischen Projekts FLEXMCS arbeiten die Partner gemeinsam an Lösungen für das Megawatt-Laden von schweren und leichten Elektrofahrzeugen.
Die Technologie gilt als wichtiger Schritt, um den Einsatz batterieelektrischer Lkw auch im Fernverkehr wirtschaftlicher und praxistauglicher zu machen.