Umweltschützer wollen gegen die an diesem Dienstag geplante Öffnung des Montblanc-Tunnels für große Schwerlastertransporte protestieren. Die Verkehrsminister Italiens und Frankreichs hatten sich Anfang April darauf geeinigt, dass die noch bestehenden Beschränkungen für Schwerlastwagen vom 25. Juni an wegfallen sollen. Gefahrgut- und besonders stark Umwelt belastende Transporte bleiben jedoch weiter von der Tunnelnutzung ausgeschlossen. Seit Mitte Mai rollen bereits wieder Lastwagen mit mehr als 19 Tonnen, aber weniger als 4 Achsen durch den französisch-italienischen Tunnel. Ein Sprecher der Schutzvereinigung Montblanc, der 150 Umwelt-Gruppen angehören, erklärte am Sonntag in Chamonix, die Organisation rufe für Dienstag zu einer Großdemonstration auf. Unterdessen wollen Italien und Frankreich gegen Verkehrssünder auf der Montblanc-Strecke jetzt noch effektiver vorgehen. Wie aus dem Pariser Ministerium verlautete, vereinbarten beide Seiten, dass Polizeieinsätze der jeweiligen nationalen Polizei bei Bedarf auch auf der anderen Tunnelseite fortgeführt und dortselbst von dieser Strafmandate ausgestellt werden dürfen. Wer etwa in Italien einen Verstoß begeht und danach bis auf die französische Seite weitergefahren ist, werde gleichwohl nach dem entsprechenden italienischen Recht verfolgt und bestraft, erklärten die Minister. (dpa/jb)
Großdemonstration gegen Schwerlaster am Montblanc
Umweltschützer für Beibehaltung der Beschränkungen im Alpentransit