London/Hamburg. Giftige Schiffsanstriche sind von diesem Mittwoch an in vielen Ländern verboten. Nach Angaben der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) in London tritt das Abkommen zum Bann von Farben mit Bioziden wie Tributylzinn (TBT) jetzt in Kraft. Bislang unterzeichneten 34 Länder das Papier, die zusammen die Hälfte des weltweiten Handels auf den Meeren umfassen. Das Verbot gilt der UN-Organisation IMO zufolge in allen Häfen der Unterzeichner-Staaten. Außerdem müssen diese Länder dafür sorgen, dass Schiffe unter ihrer Flagge auf die schädlichen Farben verzichten. Die giftigen Chemikalien sollten verhindern, dass Algen, Seepocken und Muscheln den Rumpf eines Schiffes bewachsen. Umweltschützer kritisieren jedoch seit langem, dass die langlebigen Stoffe die Meere verseuchen, Fische und andere Tiere schädigen und sogar in die Nahrungskette des Menschen gelangen. Die Umweltschutzorganisation WWF in Hamburg begrüßte das Verbot. Gleichzeitig kritisierte sie, dass der 2001 beschlossene Vertrag erst jetzt in Kraft tritt und nur von einem Viertel der 168 Mitgliedsstaaten unterschrieben wurde. Deutschland sei der Konvention erst in diesem Juni beigetreten. (dpa)
Giftige Schiffsanstriche künftig verboten
IMO-Abkommen zum Bann von Farben mit Bioziden tritt heute in Kraft