Frankfurt/Main. Die Bahngewerkschaft GDBA hat bei der geplanten Teilprivatisierung der Deutschen Bahn hohe Hürden für mögliche Investoren verlangt. Geldgeber, die als arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindlich gelten, seien auszuschließen, forderte die Gewerkschaft heute in Frankfurt. Auch müssten Investoren, die unter einem maßgeblichen Einfluss von Regierungen stehen, besonders mit Blick auf das Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis des jeweiligen Landes überprüft werden. „Vor dem Hintergrund des von der Politik gewollten Börsengangs fordert die Verkehrsgewerkschaft GDBA vom Eigentümer die Anwendung eines strengen Auswahlverfahrens, dass die Nachhaltigkeit deutscher Wirtschafts-, Verkehrs- und Sozialpolitik auch im Bereich des Schienenverkehrs und der Logistikwirtschaft absichert“, hieß es in der Mitteilung. Die GDBA ist neben Transnet und der Lokführer-Gewerkschaft GDL eine der drei großen Gewerkschaften bei der Bahn. Die Güter- und Personenverkehrstochter DB Mobility Logistics soll Ende Ende Oktober oder Anfang November an die Börse gebracht werden. Es gebe zahlreiche interessierte internationale Investoren für den 24,9-Prozent-Anteil, so dass ein ordentlicher Preis erzielt werden könne, hatte Bahnchef Hartmut Mehdorn kürzlich erklärt. Von dem Erlös solle die Bahn ein Drittel erhalten, ein weiteres Drittel erhalte der Verkehrsminister für die Verbesserung der Bahn-Infrastruktur. Das letzte Drittel gehe an den Finanzminister. (dpa)
Gewerkschaft will nur geprüfte Bahn-Investoren
Bahngewerkschaft GDBA fordert strenge Auswahl der Geldgeber im Vorfeld der Teilprivatisierung der Deutschen Bahn