Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung (rund 85 Prozent) am Deutschen Paket Dienst (DPD) durch die zur französischen La-Post-Gruppe gehörende GeoPost-Holding wird auf absehbare Zeit nicht dazu führen, dass es zu einem stärkeren Engagement im Segment "Brief" auf dem deutschen Markt kommen wird. Das betonte Claude Béglé, Executive Vice President bei GeoPost und rückwirkend zum 1. Januar 2001 auch Vorsitzender des DPD-Aufsichtsrates, jetzt vor Journalisten in Frankfurt/Main. Béglé: "Wir können nicht alles auf einmal machen." Zudem stelle sich die Lage auf dem deutschen Briefmarkt seit der jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium beschlossenen Verlängerung des deutschen Briefmonopols für Sendungen unter 200 Gramm über das Jahr 2002 hinaus völlig anders dar. Das DPD-eigene Produkt, der "Parcelletter", habe im Markt leider nicht den gewünschten Erfolg gehabt. "Das lag sicherlich auch daran, dass nicht alle unsere Gesellschafter daran geglaubt haben", räumte Peter Hoffmann ein, der auch nach der Veränderung der Mehrheitsverhältnisse beim DPD Sprecher der Geschäftsführung bleiben wird. Ende März will GeoPost seine Pläne zur Weiterentwicklung des DPD vorlegen, teilte Béglé mit. (vr/eha)
GeoPost: Briefengagement in Deutschland vorerst kein Thema
DPD mit Erfolg von Parcelletter nicht zufrieden