GDL-Chef Weselsky droht mit weiteren Streiks

09.02.2015 09:37 Uhr
GDL-Chef Claus Weselsky will noch vor Ostern einen Tarifabschluss erreichen

Wenn in dem Tarifstreit nicht bald Fortschritte gemacht werden, will Weselsky den Druck auf die Bahn erhöhen.

Berlin. Der monatelange Tarifstreit bei der Bahn sollte sich nach Einschätzung der Lokführergewerkschaft GDL bald lösen – notfalls mithilfe erneuter Streiks. „Jeder Termin muss einen Fortschritt bringen, ansonsten müssen wir mit Streiks den Druck erhöhen“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). Vor Ostern wolle die GDL einen Tarifabschluss erreichen.

Die Deutsche Bahn forderte die GDL indes auf, die Gewerkschaft solle „mit Vernunft verhandeln statt mit Eskalation zu drohen“. Das Unternehmen habe „Vorschläge für einen fortschrittlichen Flächentarifvertrag und damit für eine gute Lösung“ auf den Tisch gelegt, sagte eine Sprecherin am Sonntag. „Wir können bis Ostern fertig werden.“

Die GDL will der Deutschen Bahn laut Weselsky am Montag einen Tarifvertrag vorlegen, in dem nicht nur Lokführer, sondern auch Zugbegleiter und Bordgastronomen eingeschlossen sind. Die nächsten Verhandlungstermine sind für den 11. und den 26. Februar geplant.  (dpa)

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