GDBA will Strafanzeige gegen Beamtenbund stellen

16.12.2009 11:27 Uhr
Hommel
Klaus-Dieter Hommel meint, dass der Beamtenbund vor nichts zurückschreckt
© Foto: GDBA

Der Deutsche Beamtenbund soll widerrechtlich Mitgliederdaten aus der Datenbank der Bahngewerkschaft GDBA entnommen haben

Frankfurt/Main. Die Bahngewerkschaft GDBA will wegen des Verdachts des Missbrauchs von Mitgliederdaten Strafanzeige gegen den Deutschen Beamtenbund (dbb) stellen. "In dem Versuch, uns zu schaden, weil wir eigenständige Entscheidungen treffen, scheint der Vorsitzende des dbb, Peter Heesen, vor nichts mehr zurückzuschrecken", begründete der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, am Mittwoch in Frankfurt die geplante Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin. Der dbb hatte die GDBA in der vergangenen Woche ausgeschlossen, nachdem diese auf einem Gewerkschaftstag in Fulda beschlossen hatte, eine Fusion mit der weitaus größeren Bahngewerkschaft Transnet unter dem Dach des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) anzustreben. Der Deutsche Beamtenbund wolle nun eine eigene Eisenbahnergewerkschaft gründen. Am Wochenende seien die Mitglieder der GDBA vom dbb angeschrieben und aufgefordert worden, in diese neue Gewerkschaft einzutreten, berichtet der GBDA. Nun stelle sich Hommel die Frage, woher der dbb die Privatanschriften der GBDA-Mitglieder hat. Der Beamtenbund könne sie nur widerrechtlich der Mitgliederdatenbank der GDBA entnommen haben, sagte Hommel: "Wenn dem so ist und daran habe ich eigentlich keine Zweifel ­wiegt dieser neue Datenskandal nach meiner Einschätzung schwerer als die Datenaffäre bei der Deutschen Bahn." (dpa)

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