Fraport verschiebt Bauvorhaben nach hinten

01.09.2009 10:37 Uhr
Schulte
Stefan Schulte
© Foto: Fraport

Neuer Fraport-Chef Schulte kündigt Streckung der Investitionen an / Grund: Rückläufige Zahlen im Fracht- und Passagierebereich

Frankfurt/Main. Der milliardenschwere Ausbau des größten deutschen Flughafens in Frankfurt wird langsamer vorangehen als zunächst geplant. Der erste Bauabschnitt des neuen Terminals 3 werde zwei Jahre später als vorgesehen fertig, kündigte der neue Chef der Betreibergesellschaft Fraport, Stefan Schulte, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/Dienstag) an. Bislang sollte die neue Abfertigungseinheit im Süden des Flughafens im Jahr 2013 eröffnet werden. Die Investitionen würden angesichts der rückläufigen Zahlen für Fracht und Passagiere gestreckt, erläuterte Schulte. Planmäßig sollen hingegen die noch vor Gericht umstrittene Nordwest-Landebahn (2011) und der Flugsteig "A-Plus" (2012) fertiggestellt werden. An dem von der Lufthansa genutzten Flugsteig mit einem Investitionsvolumen von rund einer halben Milliarde Euro sollen künftig vor allem Großraumflugzeuge andocken. Die Bauarbeiten für den neuen Flugsteig haben heute mit einer Grundsteinlegung begonnen. An "A-Plus" können bis zu sieben Großraumflugzeuge gleichzeitig andocken und im Jahr rund 6 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Stefan Schulte betonten am Dienstag die Bedeutung des Ausbaus für die Zukunftsfähigkeit des Flughafens als Drehscheibe von Weltrang. (dpa)

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