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Französischer Rechnungshof kritisiert La Poste

La Poste soll laut des französischen Rechnungshofs zu langsam ausgebaut worden sein und eine zu hohe Finanzbelastung haben
© Foto: La Poste

Pariser Rechnungshof sieht die französische Staatspost wegen hoher Finanzbelastung als stark wettbewerbsbenachteiligt an


Datum:
06.07.2010
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Paris. Der französische Rechnungshof La Cour des comptes hat in einem derzeit noch geheim gehaltenen, in Auszügen aber von der Zeitung "Le Figaro" veröffentlichten Bericht, auf mehrere Schwachstellen bei der Staatspost La Poste hingewiesen und diese kritisiert. So habe sich die Eröffnung der Postbank nicht als das erhoffte Wachstumselement erwiesen und sei zu langsam ausgebaut worden. Der Produktivitäts-Koeffizient liege deshalb derzeit bei 82 Prozent, während sich der der Mitbewerber am Markt zwischen 60 und 75 Prozent bewege.

Nach Einschätzung der Rechnungsprüfer ist beim Briefverkehr bis 2015 eher mit einem Rückgang um 40 statt der von der Staatspost kalkulierten 30 Prozent zu rechnen. Er könnte deshalb erheblicher ausfallen als in den übrigen EU-Ländern. Für weitere Tariferhöhungen über das Maß dessen hinaus, was die Post seit 2003 heraufgesetzt habe, sieht der Rechnungshof nur noch wenig Spielraum. Im Wettbewerb mit den anderen Post-Anbietern bescheinigt er dem Staatsunternehmen einen "erheblichen Nachteil" durch die aktuellen Finanzlasten. La Poste müsse deshalb die Personal- und Netzkosten senken und den Immobilienstand besser als bisher verwalten.

Die Post selbst geht bis 2015 davon aus, dass der Umsatz der Gesamtgruppe um zehn Prozent gegenüber den 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 steigen wird. Der Briefverkehr soll um 13 Prozent im Vergleich zu den 11,6 Milliarden Euro des vergangenen Jahres zurückgehen. Dagegen soll der KEP-Service ein Wachstum von 27 Prozent gegenüber den 4,5 Milliarden Euro 2009 aufweisen. Der Umsatz der Postbank soll sogar von fünf Milliarden Euro um 40 Prozent wachsen. (jb)

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