Die französische Neopost ist neue Inhaberin des norddeutschen Postsystemunternehmens Stielow. Grund für den Wechsel an der Spitze des in Norderstedt (Kreis Pinneberg) ansässigen Unternehmens sei der Rückzug zweier Hauptgesellschafter, sagte ein Sprecher am Freitag. Die bewährten Strukturen der Stielow-Geschäftsbereiche Postbearbeitung, Logistik und Druckweiterverarbeitung sollten auch nach dem Führungswechsel erhalten bleiben. Stielow bietet neben Maschinen für den Posteingang auch maßgeschneiderte Poststellen an. "Für unsere Kunden ändert sich nichts", sagte Stielow-Geschäftsführer Wolfgang Würst. Der Name bleibe ebenso erhalten wie die Marken. Neopost und Stielow arbeiten bereits seit 30 Jahren zusammen. Mit der Übernahme des Norderstedter Unternehmens verbessere Neopost, die weltweite Nummer zwei der Postbearbeitungssysteme, die eigene Stellung in Deutschland. "Auf dem bedeutenden Markt sind wir nun die Nummer eins bei Kuvertier- und eine starke Nummer zwei bei Frankiermaschinen", sagte Neopost-Präsident Jean-Paul Villot nach der Übernahme. Das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres bezeichnete der Stielow-Sprecher als zufrieden stellend. 2001 hatte der Anbieter für Postbearbeitungssysteme seinen Umsatz auf 76,3 Millionen Euro (2000: 74,65 Millionen Euro) steigern können. (vr/dpa)
Französische Neopost ist neue Inhaberin der Norderstedter Stielow
Name und Marken des norddeutschen Postsystemunternehmens bleiben erhalten