Während der deutsche Luftschiffbauer Cargolifter ums finanzielle Überleben kämpft, plant Frankreich nach einem Bericht der Basler Zeitung ebenfalls den Bau eines Jumbo-Zeppelins. Das Spitzenmodell des vom Pariser Transportministerium finanzierten Projekts mit dem Namen "Avea" soll Lasten bis 1000 Tonnen befördern können – das Sechsfache des deutschen Gegenstücks. Der erste Flug, heißt es in dem Bericht, ist in fünf Jahren vorgesehen. Die technische Planung liegt beim Office National d’Etudes et de Recherches Aerospatiales (Onera). Die logistischen und wirtschaftlichen Aspekte prüft Othmane Benmoussa, ein Fachmann des Internationalen Instituts für Logistikmanagement an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne. Zunächst wird jedoch, ähnlich wie bei Cargolifter, an kleineren Modellen gearbeitet. In der Planung seien ein 50-Tonnen-Minifrachter, der bei schwierigen Hilfstransporten in Katastrophengeiete zum Einsatz kommen soll, und ein 200-Tonnen-Luftschiff mit 200 Metern Länge und einer 100 Meter hohen Vertikalachse. Für den erste Einsatz des fliegenden Mammutkrans hofft Benmoussa auf einen Auftrag beim Bau des neuen Mega-Airbus 380. Beim Zusammenbau der in verschiedenen Ländern gefertigten Komponenten stünden die Flugzeugbauer vor erheblichen Transportproblemen. Die Entwicklung des Prototyps soll 200 Millionen Euro kosten. Die Amortisation wird mit 15 Jahre angegeben.
Frankreich plant den Bau eines Cargo-Luftschiffes
Frankreich plant den Bau eines Luftschiffes ähnlich dem deutschen Cargolifter. Der erste Flug soll in fünf Jahren stattfinden.