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Frachtgeschäft bringt Lufthansa in Gewinnzone

Bereits im vergangenen Jahr stach die Frachttochter Lufthansa Cargo mit Rekordergebnissen im von der Pandemie gebeutelten Konzern hervor
© Foto: Picture Alliance/dpa/Ulrich Baumgarten

Die Folgen der Pandemie waren lange zu spüren beim Kranich-Konzern, im gesamten Jahr 2021 blieb es unter dem Strich bei Verlusten. Das änderte sich erst im zweiten Quartal von 2022, wie die Fluggesellschaft nun mitteilte. Die starke Entwicklung bei der Frachttochter Lufthansa Cargo hat ihren Anteil daran.


Datum:
18.07.2022
Autor:
Janis Leonhardt/Stefanie Schuhmacher/dpa
Lesezeit: 
2 min
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Der Lufthansa-Konzern hat im zweiten Quartal 2022 zum ersten Mal seit der Corona-Krise wieder Gewinn erzielt. Das weiterhin sehr lukrative Frachtgeschäft sowie die Wartungstochter Lufthansa Technik hoben mit ihren Gewinnen das bereinigte Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen auf 350 und 400 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in einer Pflichtmitteilung an die Börse berichtete. Im Vorjahreszeitraum kam der Konzern noch auf ein corona-bedingtes Ergebnis von minus 827 Millionen Euro, der Umsatz kletterte von damals 3,2 Milliarden Euro auf nun 8,5 Milliarden Euro. Auch im ersten Quartal 2022 schrieb der Konzern unter dem Strich Verluste - mit einem bereinigten Ergebnis von minus 591 Millionen Euro.

Starke Entwicklung im Frachtgeschäft

Vor allem profitierte man von „einer anhaltend starken Entwicklung bei Lufthansa Cargo“, wie der Konzern mitteilte. Der Beitrag von Lufthansa Technik wurde mit einer ähnlichen Höhe wie im Vorjahr beziffert, als für die Tochter ein operativer Gewinn von 120 Millionen Euro berichtet wurde. Die Fluggesellschaften des Konzerns erzielten trotz höherer Auslastung und steigender Ticketverkäufe weiter Verluste. Einzige Ausnahme war hier die schweizer Konzerntochter Swiss, die das Segment aber alleine nicht aus den roten Zahlen ziehen konnte. Vor allem in den Premiumklassen sei die Auslastung sehr hoch gewesen, teilte der Konzern mit.

Barmittel und Aktien legen zu

Die seit Ostern anhaltend hohe Nachfrage nach Tickets spülte erhebliche Barmittel in die Kassen. Auf vorläufiger und ungeprüfter Basis betrug der Barmittelzufluss rund 2 Milliarden Euro, im Vorjahresquartal lag dieser noch bei 382 Millionen Euro. Damit werde die Netto-Kreditverschuldung etwa in ähnlicher Größenordnung zurückgehen, erwartet der M-Dax-Konzern. Von der Lufthansa befragte Analysten hatten im Schnitt nur ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 221 Millionen Euro erwartet. Die Lufthansa-Aktie legte nach den Nachrichten deutlich zu. Seine endgültigen Quartalszahlen will der Konzern am vierten August veröffentlichen. (jl/ste/dpa)

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