Köln. Nach einem Passagier- und Frachtrückgang im vergangenen Jahr sieht sich der Flughafen Köln/Bonn wieder im Aufwind. Der Frachtumschlag ging 2009 zwar um 5,1 Prozent auf 562.000 Tonnen zurück. Für 2010 erwartet Flughafenchef Michael Garvens jedoch, dass der Frachtbereich um 12 Prozent auf 625.000 Tonnen zunimmt.
Insgesamt sank der Umsatz um 3,2 Prozent auf 254,6 Millionen Euro. Nach einem Verlust von 4,8 Millionen Euro strebt Garvens für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an.
2009 war nach Worten von Garvens auf der heutigen Bilanzpressekonferenz das bisher schlimmste Jahr in der Geschichte des internationalen Luftverkehrs. Dennoch habe der Flughafen Köln/Bonn das Krisenjahr unter anderen durch die Konzentration des Geschäfts auf Billigflieger und Frachtbetrieb "relativ glimpflich" überstanden. In der zweiten Jahreshälfte erhoffe er sich weiteren Aufschwung, da dann das neue Fedex-Frachtzentrum seinen Betrieb aufnehmen soll.
Wegen der Vulkanaschevolke fielen rund 1700 Flüge aus, insgesamt kostete die Luftraumsperrung den Flughafen drei Millionen Euro. Am Wochenende hatten einige Fluggesellschaften angekündigt, wegen der Flugausfälle auf Ausgleichszahlungen zu klagen. Dazu sagte Garvens, der Flughafen Köln/Bonn werde eine solche Klage zunächst zwar nicht aktiv betreiben. "Aber wenn die Fluggesellschaften eine Kompensation bekommen, dann werden auch wir die Hand aufhalten." (dpa/ab)