Bingen. Ein neues Bremssystem für Güterwaggons soll den von Zügen verursachten Lärm im Mittelrheintal verringern. Die Umsetzung des Programms „Leiser Rhein“ und der Einbau der sogenannten Flüsterbremsen werde „den Menschen im Mittelrheintal und darüber hinaus an anderen Strecken wie an der Mosel deutliche Erleichterungen bringen“, sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering laut Mitteilung am Samstag in Bingen bei einem Besuch von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (beide SPD). CDU- Fraktionschef Christian Baldauf mahnte in einer Mitteilung mehr Anstrengungen für den Lärmschutz in der betroffenen Region an. Die umgerüsteten Fahrzeuge sollen vor allem auf den am stärksten belasteten Strecken eingesetzt werden, sagte Hering. Das habe die Gütertochter der Bahn bereits zugesagt. Ein Anreiz für die Umrüstung der Wagen solle mit einem lärmabhängigen Trassenpreissystem bewirkt werden. So würden leise Züge weniger und laute mehr für die Benutzung der Strecken zahlen. Dazu komme die Erprobung neuer Lärmschutzmaßnahmen direkt am Gleis. Hering unterstrich zugleich die große Bedeutung des Güterverkehrs auf der Schiene. Die Verlagerung des Lastwagenverkehrs von der Straße sei zentrales Ziel der Verkehrspolitik in Deutschland und Europa. (dpa/pi)
„Flüsterbremsen“ für Güterwaggons sollen Lärmschutz verbessern
Neues Bremssystem für Güterwaggons soll den von Zügen verursachten Lärm im Mittelrheintal verringern