Wiesbaden. Trotz der Wirtschaftskrise sind die deutschen Exporte nach China im ersten Halbjahr 2009 nur moderat gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gingen die Ausfuhren nach China um 3,6 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro zurück, wie das Amt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt sanken die Exporte, wie bereits im August berichtet wurde, jedoch drastisch um 23,5 Prozent auf 391,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt lag der Rückgang bei 22,9 Prozent. Neben China gab es auch verhältnismäßig moderate Exporteinbrüche im Handel mit der Schweiz (minus 12,6 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro) und mit Indien (minus 13,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro). Überdurchschnittlich stark gingen die Exporte dagegen in die EU- Staaten zurück. Sie fielen um 24,3 Prozent auf 249,8 Milliarden Euro. In die Staaten der Eurozone wurde 172,4 Milliarden Euro geliefert, was einem Rückgang von 22,7 Prozent entspricht. Vor allem die Ausfuhren in die von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen EU-Länder gingen stark zurück. So sanken die Exporte nach Irland (minus 41,3 Prozent), Spanien (minus 38,2 Prozent), Ungarn (minus 37,4 Prozent) und das Vereinigte Königreich (minus 27,8 Prozent) besonders deutlich. Überdurchschnittlich stark zurück gingen Lieferungen auch nach Russland (minus 38,9 Prozent) und in die Türkei (minus 35,7 Prozent). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten verringerten sich um 26,5 Prozent auf 27,0 Milliarden Euro und die nach Japan um 23,0 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro. Die deutschen Einfuhren wiesen im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Minus von 18,2 Prozent auf und betrugen 333,5 Milliarden Euro. Preisbereinigt gingen die Einfuhren um 13,2 Prozent zurück. (dpa)
Exporte: Ausfuhren nach China sinken moderat
Insgesamt jedoch drastischer Rückgang um 23,5 Prozent / Überdurchschnittlicher Rückgang im Handel mit EU-Staaten