Innerhalb eines Jahres, von September 2000 bis August 2001, haben Europäische Transport- und Logistikunternehmen 436 Mergers&Acquisitions (M&A) -Transaktionen abgeschlossen. Das sind 21 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (361). Wie der "European Deal Survey 2001 – Logistics" der Experten der Arthur Anderson Corporate Finance Beratung GmbH, Berlin, zeigt, schritt die Konsolidierung des Transport- und Logistikmarktes mit 104 (Vorjahr: 47) Übernahmen in Deutschland besonders zügig voran, gefolgt von Großbritannien mit 37 (53) und Frankreich mit 36 (39) Übernahmen. Dabei stieg die Zahl der grenzüberschreitenden Übernahmen um 18 Prozent auf 208. Dagegen nahm die Zahl der interkontinentalen Transaktionen mit 56 leicht ab (2000: 60).
Das internationale Wirtschaftsberatungsunternehmen konstatiert für die Logistikindustrie einen gegenläufigen Trend zur Gesamtwirtschaft. "Globalisierung, neue Technologien und eine zunehmende Kundennachfrage nach hochwertigen Logistikdienstleistungen eröffnen große Möglichkeiten für innovativen Logistikunternehmen und setzen gleichzeitig etablierte Unternehmen unter zunehmenden Wettbewerbsdruck", heißt es in der Studie.
Die Postunternehmen spielen laut der Studie eine maßgebliche Rolle für den Konsolidierungsprozess. Während im Jahr 2000 von 59 Übernahmen im Postbereich 52 allein von den vier europäischen Postunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden durch geführt wurden, erhöhte sich der Anteil kleiner und mittlerer Postunternehmen im Jahr 2001 auf 20 von 59 Transaktionen. (vr/jk)