Brüssel. Nach dem Willen des Europäischen Parlaments soll der Güterverkehr verstärkt von der Straße auf andere Verkehrsverträger verlagert werden. Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Abgeordneten am Donnerstag in Brüssel einen Bericht mit entsprechenden Zielvorgaben für die EU-Kommission, die derzeit an einem neuen Aktionsplan zum Güterverkehr arbeitet. „Europas Bürgerinnen und Bürger leiden zunehmend unter der Last des wachsenden Güterverkehrs, vor allem auf der Straße“, sagte der federführende Abgeordnete Michael Cramer von den Grünen. Er hatte die Vorlage erarbeitet. „Mit meinem Bericht wird angestrebt, der Lastwagen-Plage Herr zu werden“, betonte Cramer, der auch verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion ist. Der Cramer-Bericht fordert, den Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsträger zu verlagern. Damit sollten Unfälle, Stau und Lärm sowie Luftverschmutzung und Landschaftsverbrauch verringert werden. Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene bleibe zentrales Ziel. Deshalb sollten mindestens 40 Prozent der EU-Mittel für Verkehr in Bahnprojekte fließen. Die Parlamentarier wollen zudem das Verursacherprinzip auf die externen Kosten der jeweiligen Verkehrsträger anwenden. 541 Abgeordnete stimmten am Donnerstag in Brüssel für Cramers geänderte Vorlage, sechs waren dagegen und 15 enthielten sich. (dpa/pi)
Europa-Parlament will „Lastwagen-Flut“ eindämmen
Zielvorgaben verabschiedet: Güterverkehr soll verstärkt von der Straße auf die Schiene verlagert werden