Auch ohne eine Finanzspritze des italienischen Staates könnte Iveco seine neue Serie leichter Nutzfahrzeuge entwickeln. Mit dieser Begründung hat die EU-Kommission am 6. Juni staatliche Forschungs- und Entwicklungsgelder von umgerechnet über 30 Millionen Mark für den Lkw-, Bus- und Motorenhersteller abgelehnt. Im November 1999 hatten die italienischen Behörden in Brüssel den Antrag auf Beihilfe für die Schaffung des neuen Fahrzeugsystems S 2000 gestellt, wofür die Gesamtkosten mit etwa 220 Millionen Mark angegeben werden. Die EU-Rechtshüter argumentierten: Wäre die Entwicklung eines neuen Modells automatisch eine beihilfefähige Forschungsarbeit, könnte jeder Kfz-Produzent für jedes neue Modell Beihilfen verlangen. Diese würden damit ihr Ziel verfehlen, Motivation für Forschungstätigkeiten zu sein, die Betriebe ohne Beihilfe nicht durchgeführt hätten. (vr/dw)
EU streicht Iveco-Beihilfe
Da könnte sonst jeder kommen…