Das Europäische Parlament stimmte kürzlich mit klarer Mehrheit für eine Liberalisierung von Kfz-Vertrieb und Kundendienst sowie deren Trennung. Es folgte damit seinem deutschen Berichterstatter Christoph Konrad (CDU), der eine Stärkung des Wettbewerbs im Kfz-Sektor begrüßte. Zugleich zeigte er sich enttäuscht über die zögerliche Haltung der deutschen Regierung. Konrad hofft, dass sie sich bei der Beratung der EU-Ländervertreter am 6. Juli konstruktiv verhält, damit die neue Verordnung zügig verabschiedet werden kann. Darin will das Parlament den Händlern zur Umstellung auf ihre Niederlassungsfreiheit bis 1.Oktober 2005 Zeit lassen. Diese längere Frist sei nötig, weil es dem Konzessionär ermöglicht werden soll, Verkaufsstellen außerhalb seines bisherigen Vertriebsgebietes zu eröffnen. Er könnte zudem mehrere Kfz-Marken anbieten. Die Neuregelung soll am 1. Oktober die auslaufende alte Verordnung ablösen. (vr/dw)
EU-Parlament ebnet Weg für freien Kfz-Vertrieb
Deutsche Regierung noch zögerlich