Die Reise-Preise für die Querung des Ärmelkanals bleiben unter strenger Beobachtung der EU-Kommission in Brüssel. Die Wettbewerbshüter kündigten am Donnerstag an, sie wollten "die Entwicklung im Ärmelkanalverkehr in Kontakt mit Verbraucherverbänden und nationalen Behörden auch weiterhin aufmerksam beobachten". Zuvor hatten sie dem Fährunternehmen P&O genehmigt, den bisher gemeinsam mit der Stena Line betriebenen Fährverkehr zwischen dem europäischen Festland und den britischen Inseln künftig allein zu leiten.
Die Brüsseler Behörde hatte nach eigenem Bekunden geprüft, ob P&O mit der Alleinkontrolle voraussichtlich Konkurrenten vom Markt verdrängen und anschließend die Preise erhöhen könne. Die EU-Fachleute kamen zu dem Schluss, dass die Veränderung nicht zu einer beherrschenden Stellung des Unternehmens im Kanalverkehr führen werde. "Ungeachtet dieser Einzelentscheidung wird die Kommission den Markt weiter aufmerksam beobachten, um zu gewährleisten, dass Preise und sonstige Konditionen nicht gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstoßen", kündigte die Behörde von EU-Kommissar Mario Monti an. (vr/dpa)