Brüssel. Die Bedenken der EU-Kommission gegen den Einstieg der Lufthansa bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines stoßen auf Kritik der Europa-Abgeordneten Erika Mann (SPD). Es sei „nicht nachvollziehbar“, dass die EU-Behörde den Zusammenschluss eingehender untersuchen wolle, erklärte Mann am Mittwoch in Brüssel. „Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen wir zukünftig starke europäische Airlines“, meinte die Abgeordnete. Die Kommission sollte deshalb Fusionen von gesunden europäischen Fluggesellschaften unterstützen statt behindern. Die Kommission stört sich nach eigenen Angaben vom Montag daran, dass die Lufthansa und Brussels Airlines nach der geplanten Übernahme ein Monopol auf bestimmten Strecken zwischen Brüssel und Deutschland sowie der Schweiz hätten. Auch Zugeständnisse der beiden Unternehmen räumten die Bedenken der Wettbewerbshüter nicht aus. Die Unternehmen hatten im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass Lufthansa zunächst 45 Prozent der Anteile der belgischen Fluggesellschaft für 65 Millionen Euro erwerben will. Von 2011 bis 2014 hat Lufthansa demnach die Möglichkeit, die gesamte Gesellschaft zu übernehmen. Brussels Airlines war nach der Pleite der belgischen Sabena entstanden. (dpa)
EU-Abgeordnete kritisiert Brüsseler Bedenken gegen Lufthansa-Plan
Erika Mann: Untersuchungen der Airlines-Fusion „nicht nachvollziehbar“