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Elektrofahrzeuge: Zeichen bei Ladeinfrastruktur stehen auf Expansion

Laut der Studie von Roland Berger werden sich vier Geschäftsmodelle auf dem Markt für Ladestationen entwickeln (Symbolbild)
© Foto: DKV Mobility

Eine aktuelle Studie sieht die Zeichen bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auf Expansion, dabei würden sich unterschiedliche Geschäftsmodelle abzeichnen.


Datum:
23.09.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
4 min
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In einer aktuellen Studie prognostiziert das Beratungsunternehmen Roland Berger, dass sich in den nächsten Jahren vier unterschiedliche Geschäftsmodelle auf dem europäischen Markt für Ladestationen für Elektrofahrzeuge entwickeln werden. Die Studie „EV charging: What will it take to win? Successful business models for a complex market“ prognostiziert weiterhin, dass sich in jedem Segment regional unterschiedlich zwei bis drei große Akteure herausbilden werden.

„Der Markt für Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist aktuell besonders dynamisch. Die Zeichen stehen allerorts auf Expansion. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich ab 2025 eine Konsolidierung abzeichnet. Das bedeutet, dass die nächsten zwei bis drei Jahre entscheidend für den Erfolg von Ladeinfrastrukturanbietern sein werden“, sagte Jan-Philipp Hasenberg, Partner bei Roland Berger.

Der Markt für Ladeinfrastruktur werde in den kommenden Jahren weiter wachsen, so Hasenberg. Schon die aktuelle Nachfrage sei groß, obwohl E-Fahrzeuge bislang nicht mehr als zwei Prozent der europäischen Fahrzeugflotte ausmachen. Bis 2030 werde der Marktanteil auf 18 Prozent, bis 2050 sogar auf 95 Prozent steigen. Damit steige auch die Auslastung öffentlicher Ladestationen, so die Studie von Roland Berger.

Studie unterscheidet vier Geschäftsmodelle

„Im Markt für Ladeinfrastruktur können wir vereinfacht vier Geschäftsmodelle unterscheiden“, sagte Hasenberg. „Diese lassen sich entlang zweier Dimensionen abbilden: Investitionsintensität oder ‚CAPEX-Risiko‘ (Asset-Light und Asset-Heavy) auf der einen Seite und Ladegeschwindigkeit (normales und schnelles Laden) auf der anderen.“ Asset-Heavy-Anbieter gingen ein höheres Risiko ein, weil sie in die Anlagen investieren und die Gefahr leerer Stationen in Kauf nehmen müssen. Bei Asset-Light-Anbieter sieht Hasenberg ein geringeres Risiko: Sie bieten verschiedene Dienstleistungen wie Beschaffung, Standortwahl und Wartung an – sind allerdings gezwungen, Alternativen zu finden, wenn der Ausbau von Ladestationen stagniert.

Mit zunehmender Marktreife werden sich Roland Berger Experten zufolge in jedem Segment regional unterschiedlich zwei bis drei dominante Hauptakteure durchsetzen. Akteure, die im Segment „Asset-Heavy/schnelles Laden“ aktiv sind, profitieren laut Hasenberg am ehesten von Standorten mit hoher Auslastung wie Autobahnen. Unternehmen im Bereich „Asset-Light/schnelles Laden“ müssten starke kommerzielle Partnerschaften an attraktiven und häufig besuchten Standorten eingehen.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

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