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Elektrischer Nachrüstsatz für Lieferfahrzeuge

Zwei mit dem EDpowerdrive ausgestattete Prototypen sind zur Zeit in Fulda unterwegs
© Foto: EDAG

Mosolf und EDAG stellen Konzeptstudie vor / Verteilerlogistik als Zielgruppe


Datum:
21.10.2010
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Berlin. Der Automobillogistiker Mosolf und der Entwickler EDAG wollen Lieferfahrzeuge umweltfreundlicher machen und den CO2-Ausstoß eindämmen. Beim Deutschen Logistik-Kongress in Berlin präsentierten die beiden Unternehmen ihre gemeinsame Konzeptstudie "EDpowerdrive", die einen Diesel- und einen Elektroantrieb miteinander kombiniert. Konkret handelt es sich bei dem System um einen elektrischen Nachrüstsatz, der es ermöglichen soll, je nach Strecke die passende Fahrzeugbetriebsart auszusuchen. Zwei damit ausgestattete VW Caddy sind aktuell als Prototypen bei der Post in Fulda im Einsatz.

"Wichtig war uns, einen Umrüstsatz zu entwickeln, der ausschließlich bereits zertifizierte und entwickelte Produkte verwendet", erklärt Manfred Hahl, leitender Geschäftsführer der EDAG Group, das gemeinsame Projekt. So könne der Fahrer individuell entscheiden, ob und wann er den E-Antrieb zu- oder ausschalte. Für Überlandfahrten bietet sich zunächst die Nutzung des gewohnten Dieselaggregats mit einer Reichweite von bis zu 460 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 170 Stundenkilometern an. Im städtischen Zustellbetrieb ermöglicht dann der Elektroantrieb eine Reichweite von bis zu 85 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h. Die Umrüstung auf alternative Antriebe ist als Mehrwertdienstleistung für Flottenbetreiber gedacht. "Wir haben zunächst erst einmal den Wirtschaftsverkehr im Blick", sagt Jörg Mosolf, Geschäftsführender Gesellschafter der Mosolf-Gruppe.

Als mögliche Zielgruppe für das kombinierte System sehen die beiden Unternehmen vor allem Zustell- und Verteilerbetriebe aus der KEP-Branche. Ein Grund: Der Elektroantrieb arbeitet geräuscharm und könnte somit auch eine nächtliche Zustellung von Briefen und Paketen ermöglichen. Der Nachrüstsatz lässt sich innerhalb von zwei Arbeitstagen in ein bestehendes Fahrzeug einbauen und bei Bedarf auch wieder ausbauen, falls der Transporter beispielsweise verkauft werden soll. Je nachdem, wie ausgiebig der Elektroantrieb genutzt wird, lassen sich nach Angaben von Mosolf und EDAG bis zu der 70 Prozent CO2-Emissionen pro Arbeitstag und Fahrzeug einsparen.

Im nächsten Schritt wollen die beiden Unternehmen das Konzept zur Serienreife bringen und sich dann auf die Suche nach einem Vertriebspartner begeben. Entsprechende Gespräche sollen bereits laufen. Wie viel der Nachrüstsatz für die Lieferfahrzeuge und Transporter kostet, konnten Mosolf und EDAG noch nicht beziffern. Dies hänge unter anderem von der Nachfrage und dem möglichen Absatzvolumen ab. (sno)

 

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