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CEN-Normentwurf für CO2-Berechnung muss bis Ende des Jahres stehen

Mehrere Punkte der CO2-Berechnungsnorm sind bisher noch ungeklärt
© Foto: VR

Europäische CO2-Berechnungsnorm für Güter- und auch Personentransporte muss bis Ende Dezember erscheinen, ansonsten droht mehrjährige Verschiebung


Datum:
20.10.2010
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Berlin. Der Entwurf der geplanten europäischen Norm zur Messung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen für Güter- und auch Personentransporte muss bis Jahreswende veröffentlicht werden. Geschieht dies nicht, droht eine mehrjährige Verschiebung des Normungsvorhabens. Die Regeln des Europäischen Komitees für Normung – kurz CEN – sehen eine Veröffentlichung des Entwurfs der Arbeitsgruppe CEN/TC 320/WG 10 noch in diesem Jahr zwingend vor. Ansonsten müsste das gesamte Verfahren komplett neu beantragt werden. Das bestätigte auch Martin Schmied, der als Obmann des zuständigen DIN-Normenausschusses die deutsche Seite im zuständigen CEN-Arbeitskreis vertritt: "Bis Dezember muss ein Entwurf feststehen, sonst würde das Normungsverfahren um Jahre zurückgeworfen werden", sagte Schmied gegenüber der VerkehrsRundschau.

Bisher konnten sich die Logistik- und Umweltexperten aus zwölf europäischen Ländern bei vielen Punkten aber noch nicht einig werden. Die Veröffentlichung des Normentwurfs musste seit dem ersten Treffen Ende 2008 mehrmals verschoben werden. Zu den offenen Fragen zählt unter anderem die sogenannte Allokation. Damit beschreiben die CO2-Experten die Zurechnung der Treibhausgasemissionen eines Fahrzeuges auf die einzelnen Sendungen.

Sollte der Normungsentwurf wie geplant bis Dezember bei der CEN eingereicht sein, würde die Veröffentlichung in den verschiedenen Landessprachen voraussichtlich im Februar 2011 vorliegen. Bis Juli 2011 hätten dann Institute, Unternehmen und Verbände die Möglichkeit, zum Entwurf Stellung zu nehmen. Die Veröffentlichung der Schlussfassung der Norm ist nach derzeitigen Stand für den Sommer 2012 geplant.

Die Präsentation des Entwurfs der europäischen CEN-Norm zur Berechnung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen steht auch im Mittelpunkt der Fachtagung "CO2-Messung in der Transportlogistik", die das Wochenmagazin VerkehrsRundschau in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) am 7. Dezember 2010 in Düsseldorf durchführt. Hier werden neben anderen Themen die einzelnen Normungsregeln erstmals erörtert und diskutiert. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich im Internet unter www.verkehrsrundschau.de/events. (ak) 

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