Hamburg. Die Hansestadt Hamburg will dem Bund rund 15 Millionen Euro zur Beschleunigung der geplanten Elbvertiefung vorschießen. Der Sprecher der Wirtschaftsbehörde, Christian Saadhoff, bestätigte am Montag, dass Hamburg „so schnell wie möglich mit den Arbeiten beginnen möchte“. Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) habe Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) darum vorgeschlagen, die Vorarbeiten aus dem Hamburger Haushalt vorzufinanzieren. Schon 2006 könnten einzelne Erhöhungen im Flussbett abgetragen werden. Das Planfeststellungsverfahren für die weitere Elbvertiefung um rund einen Meter für Schiffe mit einen Tiefgang von 14,50 Meter werde kaum vor 2007 abgeschlossen sein, sagte Saadhoff. Mit dem Beginn der Ausbaggerungsarbeiten sei daher nicht vor 2008 zu rechnen. Schon jetzt können Großcontainerschiffe mit großem Tiefgang den Hamburger Hafen nur mit der Flut anlaufen. Die Hamburger stehen unter Zugzwang, nachdem die Belgier und Niederländer letzte Woche die Vertiefung der Westerschelde beschlossen haben, die den Hafen Antwerpen mit der See verbindet. Im Jahr 2009 sollen Großcontainerschiffe bis 13,10 Meter Tiefgang Antwerpen tideungebunden anlaufen könne.(dpa/tbu)
Elbvertiefung soll beschleunigt werden
Hamburg will dem Bund rund 15 Millionen Euro vorschießen