Der Versuch der Deutschen Post mit der im Jahr 2000 gegründeten Tochter E-Business GmbH groß ins Internetgeschäft einzusteigen, scheint offensichtlich nicht richtig geklappt zu haben. Es werden nun die Konsequenzen gezogen: Das Konzept der Post-Tochter soll gründlich umgekrempelt werden, was einem Rückzug aus wesentlichen Bereichen des E-Businessengagement gleichkommt. An den Start gegangen ist die E-Business GmbH mit dem Ziel, die Entwicklung internetbasierter Geschäftsideen voran zu treiben, erfolgreich etablierte Geschäfte in die Unternehemensbereiche zu integrieren oder extern am Markt zu platzieren. Am Erfolg dieser Geschäfte hat es dann anscheinend doch gehapert. Jedenfalls stehen nun einzelne Geschäfte aus diesem Bereich zur Disposition: Sie sollen verkauft oder integriert werden. Beschlossene Sache ist bereits das Aus für die Deutsche Post Signtrust. Die Tochtergesellschaft der E-Business GmbH soll im Zuge der Neustrukturierung aufgelöst werden. Zwar habe sich dieses Unternehmen als einer der führenden Anbieter für auf elektronische Signaturen basierende Geschäftsabläufe etabliert, die allgemeine Marktsituation erlaube jedoch keine Fortsetzung des Geschäfts, heißt es. Hierzu Dr. Clemens Beckmann, Geschäftsführer der E-Business GmbH: "Die Zeit für eine solche Technologie ist noch nicht reif. Unsere Pläne für die Geschäftsabwicklung waren unter den gegebenen Bedingungen nicht einzuhalten. Als börsennotierter Konzern müssen wir immer den Wertbeitrag eines jeden Geschäfts im Auge behallten."
E-Business: Deutsche Post zieht die Bremse
Da die Internetgeschäfte schlechter laufen als erwartet, zieht sich die Deutsche Post World Net aus wesentlichen Bereichen ihrer E-Businessaktivitäten zurück. Neustrukturierungen und Verkäufe sind nun geplant.