Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen hat gefordert, die Einnahmen aus der Autobahn-Maut für Lastwagen entsprechend der Verkehrsbelastung der einzelnen Bundesländer zu verteilen. «Wir haben Landstraßen mit höherem Verkehrsaufkommen als Autobahnen in anderen Bundesländern», sagte Verkehrsminister Ernst Schwanhold (SPD) in einem dpa-Gespräch. Die besondere Belastung seines Landes müsse bei der Verwendung der Gelder berücksichtigt werden. Nordrhein-Westfalen sei als Transitland auf den Ausbau von Straßen, Schienen und Wasserwegen dringend angewiesen. «Da muss noch mehr getan werden, als das Anti-Stau-Programm der Bundesregierung vorsieht», sagte Schwanhold. Wenn die Verkehrsprobleme an Rhein und Ruhr gelöst würden, komme das der Volkswirtschaft insgesamt zu gute. In Deutschland sollen vom Jahr 2003 an Lastwagen ab zwölf Tonnen auf allen Autobahnen ein Maut-Gebühr zahlen. Sie soll nach den Plänen von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) zwischen 27 und 37 Pfennig je gefahrenem Kilometer betragen. Schwanhold sagte dazu, die Maut werde «sicherlich nicht an der oberen Kante liegen». (dpa)