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Dritte Runde der Freihandelsgespräche zwischen EU und USA

Die Verhandlungen über die Freihandelszone zwischen Europa und den USA gehen in eine neue Runde
© Foto: fotolia/ktotakoy

Nach bisherigen Prognosen dürften sich die Verhandlungen insgesamt bis weit ins Jahr 2014 erstrecken.


Datum:
17.12.2013
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Washington. Die Gespräche zwischen den USA und der Europäischen Union über eine Freihandelszone sind in die dritte Runde gegangen. Der amerikanische Chefunterhändler Dan Mullaney begrüßte seinen europäischen Verhandlungspartner Ignacio Garcia Bercero am Montag für die Fortsetzung der Besprechungen in Washington. Beide Seiten wollen bis Freitag ihre Arbeit an der weltweit größten Freihandelszone mit gut 800 Millionen Einwohnern fortsetzen.

Das dritte Aufeinandertreffen solle dazu dienen, einen Zwischenbericht für EU-Handelskommissar Karel De Gucht und den US-Handelsbeauftragten Michael Froman zu erarbeiten, den sie Anfang kommenden Jahres begutachten wollten, teilte die EU-Delegation mit.

Nach bisherigen Prognosen dürften sich die Verhandlungen insgesamt bis weit ins Jahr 2014 erstrecken. Wegen der Ausspähaffäre um den US-Geheimdienst NSA war zwischenzeitlich aus dem Europaparlament die Forderung gekommen, die Verhandlungen auf Eis zu legen.

Die Gespräche begannen im Juli. Am Ende der Gespräche könnte ein riesiger gemeinsamer Wirtschaftsraum ohne Zölle, Quoten und andere Handelsbarrieren stehen. Der Verzicht auf Zölle und die Angleichung von Produktstandards könnten laut Experten Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe bringen. Auch Deutschland könnte als Exportnation von einer solchen Freihandelszone profitieren.

Es gibt auch Gegner. Einige befürchten nach eigener Aussage etwa, dass die Einführung spezieller Schiedsgerichte in dem Abkommen die Regierungen und etablierten Gerichte der beteilten Nationen empfindlich einschränken könnten. Schiedsgerichte würden bei Klagen von Konzernen gegen Staaten, die Gesetze zum Schutz von Gesundheit und Umwelt erließen, überdurchschnittlich im Sinne von Investoren entscheiden, hieß es in einem offenen Brief zivilgesellschaftlicher Organisationen an die Verhandlungsparteien. (dpa)

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