München. Bis 2010 will der DPD nach eigenen Angaben zu den führenden Expressdiensten in Deutschland gehören. „Aktuell ist unser Marktanteil nicht sehr hoch, aber bis 2010 wollen wir auf zehn Prozent kommen“, sagte Hans Fluri, Vorstandschef des KEP-Dienstes DPD, heute in München am Rande der Messe transport logistic. Dazu dienen ein erweitetes Produktportfolio sowie eine eigens gegründete Expressorganisation mit Jörg Lüdke als Geschäftsführer. Das Marktvolumen schätzte Fluri in Deutschland auf 1,7 Milliarden Euro. Ab 2008 soll das neue Portfolio schrittweise auf den internationalen Versand ausgedehnt werden. Im internationalen Paketversand will das Tochterunternehmen der französischen La Poste jährliche Wachstumsraten von zehn Prozent erzielen. „Bei einem Marktvolumen, das je nach Schätzung, zwischen 600 und 800 Millionen Euro beträgt, kommen wir auf einen Marktanteil von 20 Prozent. Damit sind wir hier die Nummer 2“, sagte der DPD-Chef. Dazu setzte das Unternehmen auf das Produkt „DPD Classic International“. Dies sei zwar langsamer als die Angebote mancher Wettbewerber, aber auch nur halb so teuer und genauso zuverlässig. Oft würde deren kurze Laufzeit gar nicht benötigt, so Fluri. Das Produkt schließe die Lücke zwischen postalischer Zustellung und Express. Das Business-to-Consumer-Geschäft will Fluri mit der massiven Neueröffnung von Paketshops und einem Onlineportal für Kleinstkunden ankurbeln. „Bis Ende 2007 werden wir 2000 Paketshops haben. Im Augenblick sind es 500“, erklärte Fluri. In diesem Segment kommt der DPD auf einen Marktanteil von sechs bis sieben Prozent. Das Marktvolumen schätzt Fluri auf 2,5 Milliarden Euro. Eine Zielgröße für sein Unternehmen nannte Fluri nicht. (sv)
DPD will wachsen
KEP-Dienstleister baut das Geschäft mit internationalen Sendungen und Express aus