"Deutlich mehr Geld" für den Bau von Autobahnen hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gefordert. 1700 Kilometer Autobahn oder 15 Prozent des gesamten Autobahnnetzes müssten um einen zusätzlichen Fahrstreifen erweitert werden, um Zeit raubende Verkehrsstaus zu vermeiden, lautet das Ergebnis einer von dem Verband vorgelegten "Engpassuntersuchung". Standzeiten im Stau führten zu "erheblichen Kosten durch Zeitverluste, Vorhaltung zusätzlicher Fahrzeuge und Erschwernissen bei Produktionsprozessen, die ein pünktliche Anlieferung" erforderten, erklärte der DIHK. Als Engpässe gelten in der Untersuchung vierstreifige Autobahnen, die im Tagesdurchschnitt von 60.000 Fahrzeugen und sechsstreifige Autobahnen, die von 90.000 Fahrzeugen genutzt werden. Das Anti-Stau-Programm 2003 bis 2007 sei "ein erster Schritt" zur Beseitigung von Engpässen, anerkennt der Verband "das aktuelle Bemühen der Bundesregierung um Verbesserung der Verkehrssituation". Sie verschließe sich jedoch davor, die Einnahmen aus der Lkw-Maut vollständig dem Straßenbau zu Verfügung zu stellen. (vr/jk)
DIHK: Autobahnen vor dem Infarkt
Zusätzlicher Fahrstreifen für 1700 Kilometer Autobahn gefordert