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Dieselpreis steigt wieder

Ab ersten Juni greift die Steuersenkung bei Kraftstoffen, die Preise legen weiterhin Tankstellenbetreiber und Mineralölgesellschaften fest
© Foto: Roland Mühlanger/picture alliance/dpa-Zentralbild/dpa

Nachdem sich der Dieselpreis über mehrere Wochen im Abwärtstrend befand, ist er im Vergleich zur vergangenen Woche nun um 3,2 Cent pro Liter gestiegen. Der ADAC fordert eine vollumfängliche Weitergabe der kommenden Steuersenkung an die Verbraucher und sieht Potenzial für weitere Preissenkungen.


Datum:
30.05.2022
Autor:
Janis Leonhardt/Stefanie Schuhmacher/dpa
Lesezeit: 
2 min
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Vor der Steuerentlastung ab Mittwoch haben die Spritpreise noch einmal kräftig zugelegt. Sowohl Benzin als auch Diesel haben sich im Vergleich zur vergangenen Woche um mehrere Cent verteuert, wie der ADAC am Montag mitteilte. So kostete Diesel 2,026 Euro, 3,2 Cent pro Liter mehr als am Dienstag vergangener Woche. Super E10 lag im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags bei 2,129 Euro pro Liter, ein Plus von 3,9 Cent.

Bei E10 setzt sich damit ein seit rund einem Monat anhaltender Aufwärtstrend fort. Ende April war der Kraftstoff noch mehr als 17 Cent billiger als derzeit. Bei Diesel bedeutet es dagegen eine Trendwende nach mehreren Wochen mit Abwärtstendenz. Der ADAC kritisiert beide Werte als zu hoch.

Preisentwicklung bleibt unklar

Angesichts der jüngsten Anstiege könnten die Spritpreise auch nach der Steuersenkung höher als vor Beginn des Ukraine-Krieges sein. Am Tag vor dem russischen Angriff hatte E10 1,750 Euro pro Liter gekostet, Diesel 1,663 Euro. Die steuerliche Entlastung beträgt - inklusive Mehrwertsteuer - bei Benzin 35,2 Cent pro Liter, bei Diesel 16,7 Cent. Selbst wenn beides komplett weitergegeben werden sollte, bliebe bei E10 ein leichtes, bei Diesel ein deutliches Plus übrig.

Dass die Senkung schnell und komplett weitergegeben wird, ist allerdings alles andere als sicher. Das liegt unter anderem daran, dass die Tankstellen erst am Mittwoch das steuerlich vergünstigte Benzin einkaufen können. Wie genau sie die Preise gestalten, ist zudem Sache der Tankstellenbetreiber beziehungsweise Mineralölgesellschaften. Der ADAC hat bereits angekündigt, die Preisentwicklung an der Zapfsäule genau zu beobachten. „Wir erwarten, dass die Steuersenkung ab 1. Juni in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben wird. Zudem besteht angesichts des überhöhten Niveaus reichlich Potenzial für Preissenkungen.“, so der ADAC. Auch das Bundeskartellamt will genau auf die Entwicklung schauen. (dpa/jl/ste)

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