Dieselpreis fällt weiter – nur knapp über Vorkriegsniveau

18.06.2026 15:15 Uhr | Lesezeit: 3 min
Lkw tankt an Tankstelle: Zapfhahn befüllt Lkw-Tank
Sinkende Spritpreise in Deutschland: Diesel nähert sich dem Vorkriegsniveau und entlastet Transport- und Logistikunternehmen (Symbolbild)
© Foto: M. Perfectti/stock.adobe.com

Die Spritpreise in Deutschland sinken weiter: Diesel liegt nur noch wenige Cent über dem Niveau vor Kriegsbeginn. Der ADAC sieht dennoch weiteres Potenzial für günstigere Kraftstoffpreise.

Die Kraftstoffpreise in Deutschland geben weiter nach. Besonders beim Diesel zeigt sich eine anhaltende Entspannung: Der Preis liegt nur noch knapp über dem Niveau vom 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn. Nach aktuellen Zahlen des ADAC betrug die Differenz am Mittwoch lediglich rund 3 Cent je Liter, wie die dpa vermeldete.

Auch bei Benzin setzt sich der Abwärtstrend fort. Super E10 lag zuletzt noch 6,2 Cent über dem damaligen Preisniveau. Erste Auswertungen vom Donnerstagmorgen, 15. Juni, deuten darauf hin, dass die Preise weiter sinken.

Anhaltender Preisrückgang beim Diesel

Beim Diesel ist die Entwicklung derzeit besonders dynamisch. Laut ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis am Mittwoch bei 1,776 Euro pro Liter. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 Cent gegenüber dem Vortag – und ist bereits der neunte Preisrückgang in Folge.

Im Wochenvergleich fällt der Rückgang deutlich aus. Innerhalb von sieben Tagen verbilligte sich Diesel damit um insgesamt 7,6 Cent pro Liter. Diese kontinuierliche Entwicklung unterstreicht die derzeitige Markttendenz.

Benzinpreise ebenfalls rückläufig

Auch Super E10 wird günstiger, allerdings langsamer. Am Mittwoch lag der Durchschnittspreis bei 1,84 Euro pro Liter. Das entspricht einem Minus von 1,4 Cent im Vergleich zum Vortag.

Auf Wochensicht ist die Entwicklung weniger ausgeprägt. Hier ergibt sich ein Rückgang um 3,1 Cent pro Liter – deutlich schwächer als beim Diesel.

Weitere Abschläge am Donnerstagmorgen

Die jüngsten Zahlen bestätigen den Trend sinkender Preise. Am Donnerstagmorgen war Diesel laut ADAC um 8.45 Uhr bereits 1,9 Cent günstiger als zum gleichen Zeitpunkt des Vortags. Für Super E10 ergab sich ein Minus von 1 Cent.

Damit rückt ein wichtiges Preisziel näher. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte Dieselpreis in Deutschland bald unter das Niveau vor Kriegsbeginn fallen.

Tankrabatt beeinflusst Preisniveau

Ein wesentlicher Faktor bleibt der staatliche Tankrabatt. Dieser reduziert die Steuerbelastung auf Kraftstoffe aktuell um 16,7 Cent pro Liter.

ADAC sieht weiteres Senkungspotenzial

Die aktuellen Entwicklung bewertet der ADAC: „Es gibt weiterhin Potenzial für niedrigere Kraftstoffpreise“, sagt ein Sprecher. Als Begründung verweist der Verkehrsclub auf die Ölpreisentwicklung. Sowohl Rohölpreise als auch Spritpreise bewegen sich derzeit in etwa auf dem Niveau von Anfang März. Damals war der Tankrabatt jedoch noch nicht in Kraft.

„Vor diesem Hintergrund zeigt sich sehr deutlich, wie groß das Potenzial für weiter sinkende Kraftstoffpreise ist.“ Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ist der Ölpreis weiter gesunken.

US-Spritpreis sinkt ebenfalls

Auch in den USA spürt man die Veränderung: Erstmals seit Monaten sei die Marke unter vier Dollar gerückt. Im Durchschnitt bezahlen Amerikaner derzeit pro Gallone (3,785 Liter) Benzin 3,99 US-Dollar (3,45 Euro), wie der Automobilverband AAA meldete und die dpa mitteilt: So wenig habe der Kraftstoff in den Vereinigten Staaten zuletzt etwa Ende März gekostet.

Das Vorkriegsniveau sei noch lange nicht erreicht: Als der Iran-Krieg Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann, lag der Wert im Schnitt noch bei 2,98 Dollar. Der aktuelle Preis liegt damit immer noch etwa ein Drittel höher.

Im Vergleich zu Deutschland ist das Tanken in den USA immer noch günstig. Umgerechnet auf Liter und Euro liegt der aktuelle US-Benzinpreis bei gut 90 Cent.

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