Der der vom Münchner Ifo Institut erhobene Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft in den alten Bundesländern hat sich im Juli erneut verschlechtert. Er fiel von 91,3 Punkte im Juni auf 89,9 Punkte im Juli. Der Rückgang resultiert primär aus einer ungünstigeren Einschätzung der Perspektiven für die nächsten sechs Monate, aber auch die Urteile zur gegenwärtigen Geschäftslage fielen etwas schlechter aus, erklärt Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo Instituts, die jüngste Indexentwicklung. Zur Eintrübung des Geschäftsklimas trugen vor allem ungünstigere Meldungen aus dem verarbeitenden Gewerbe bei. Im Einzel- und Großhandel kam es nach den Rückschlägen in den Vormonaten zu einer leichten Erholung. In den neuen Bundesländern hat sich das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft nur leicht verschlechtert. Dies lag ausschließlich an der ungünstigeren Entwicklung im Handel, während sich in der ostdeutschen Industrie das Geschäftsklima leicht verbesserte. Die nächsten Monate müssen jetzt zeigen, ob es sich nur um eine kurze Wachstumspause handelt, oder ob wir in eine zweite Rezession fallen. Letzteres wäre ein so genannter double dip.
Die Stimmung verschlechtert sich weiter
Aktienindizes und der Ifo-Geschäftsklimaindex haben zwei Gemeinsamkeiten: Beide vermitteln einen Eindruck darüber, wie Marktteilnehmer die künftige Wirtschaftsentwicklung einschätzen und beide fallen.