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Deutsche Wasserstraßen: Knapp 200 Millionen Güter transportiert

2021 erlebt die deutsche Binnenschifffahrt einen Aufwärtstrend
© Foto: Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt

In der neuesten Ausgabe der Broschüre „Daten & Fakten“ berichtet der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt über einen Aufwärtstrend der deutschen Binnenschifffahrt im Jahr 2021.


Datum:
23.11.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
3 min
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Im Vergleich zum besonders durch die Corona-Pandemie betroffenen Jahr 2020 konnte die Binnenschifffahrt in fast allen Bereichen einen Aufwärtstrend verzeichnen. Das geht aus der neuesten Broschüre „Daten & Fakten“ des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt hervor, die aktuell veröffentlicht wurde.

So wurden insgesamt 195,1 Millionen Tonnen Güter (+ 3,8 Porzent im Vergleich zum Vorjahr mit 188 Millionen Tonnen) auf den deutschen Wasserstraßen transportiert. Dies entspricht einer Verkehrsleistung von 48,2 Milliarden Tonnenkilometer (Maßeinheit für den Güterverkehr, die für die Beförderung einer Tonne Güter), was einem Plus von 4 Prozent gegenüber 2020 mit 46,3 Milliarden Tonnenkilometer, entspricht.

Binnenschifffahrt pendelt sich ein

Der Anteil der Binnenschifffahrt an der Verkehrsleistung lag mit 6,9 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Vergleich: Der Anteil der Güterbahn am Modal Split betrug 2021 bei 357,6 Millionen Tonnen beförderter Güter (+ 11,7 Prozent) und einer Verkehrsleistung von 123,1 Milliarden Tonnenkilometern (+ 13,5 Prozent) 18,6 Prozent. Auf den Straßengüterverkehr entfielen 72,3 Prozent (3,1 Milliarden Tonnen Güter / 288,7 Milliarden Tonnenkilometer).

Die Binnenschifffahrt konnte im Jahr 2021 bei einzelnen Gütersegmenten signifikante Zuwächse gegenüber dem Vorjahr erzielen. Hervorzuheben sind die Gütergruppen „Kohle, rohes Erdöl und Erdgas“ mit einem Plus von 36 Prozent, „Metalle und Metallerzeugnisse“ (+ 10,1 Prozent), „Holzwaren, Papier, Pappe und Druckerzeugnisse“ (+ 7,9 Prozent) sowie „Erze, Steine sowie Erden und ähnliches.“ (+3,4 Prozent). Rückgänge gab es unter anderem in den Gütergruppen „Nahrungs- und Genussmittel“ (- 8,3 Prozent), „Sekundärrohstoffe, Abfälle“ (- 4,2 Prozent) und „Landwirtschaftliche u. verw. Erzeugnisse“ (- 2,6 Prozent).

Die gesamte im Jahr 2021 per Binnenschiff transportierte Gütermenge verteilte sich wie folgt auf die einzelnen Ladungsarten: 112,6 Millionen Tonnen entfielen auf trockene Massengüter (2020: 107 Millionen Tonnen), 48,8 Millionen Tonnen auf flüssige Massengüter (2020: 48,7 Millionen Tonnen), 20,9 Millionen Tonnen auf Container (2020: 20,9Millionen Tonnen), 8,7 Millionen Tonnen auf Stückgüter (2020: 7,8 Millionen Tonnen) sowie 4,1 Millionen Tonnen auf sonstige Güter.

Mehr Container auf deutschen Wasserstraßen

Das Containeraufkommen auf den deutschen Wasserstraßen stieg im Jahr 2021 um rund 1,6 Prozent auf 2,22 Millionen TEU (Standard-Containereinheiten) (2020: 2,19 Millionen TEU) an. Das BAG führt dies auf die Wiederbelebung des globalen Handels im Jahr 2021 zurück. Davon wurden 69,8 Prozent im beladenen und 30,2 Prozentim leeren Zustand transportiert. Der Leercontaineranteil ging somit seit dem Jahr 2017 (31,8 Prozent) kontinuierlich zurück. Im deutschen Binnenschiffsregister eingetragene Binnenschiffe erreichten im Jahr 2021 einen Anteil von rund 16,4 Prozent (ein Plus von 1,9 Prozentgegenüber dem Vorjahr) an der Containerbeförderung auf deutschen Wasserstraßen. Der Großteil des Containerumschlags fand im Jahr 2021 mit 77 Prozent im Rheingebiet statt (2020: 79 Prozent), gefolgt vom Mittellandkanalgebiet mit 6 Prozent (2020: 5 Prozent) und dem Elbegebiet mit ebenfalls 6 Prozent (Vorjahresniveau).

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