Plauen. Deutsche und tschechische Wirtschaftsvertreter haben einen zügigen Ausbau der grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur gefordert. Trotz mehrjähriger intensiver Bemühungen seien Straßen- und Schienenverbindungen zwischen beiden Ländern noch völlig ungenügend, hieß es in einer gestern veröffentlichten Mitteilung der regionalen Wirtschaftskammern Plauen und Eger (Cheb). Angesichts des bevorstehenden EU-Beitritts Tschechiens bestehe akuter Handlungsbedarf für eine bilateral abgestimmte Verkehrspolitik. In der "Klingenthaler Erklärung" der Industrie- und Handelskammer (IHK) Plauen und der Regionalen Wirtschaftskammer Eger hieß es, die zuständigen Landes- und Bezirksverwaltungen müssten deutliche Korrekturen in der Verkehrspolitik zugunsten von Verkehrsprojekten der Region treffen. So müsse die E 49 (Bundesstraße 92) von Plauen über den Grenzübergang Schönberg (Vojtanov) bis Cheb zumindest dreispurig ausgebaut werden. Zur Entlastung dieser Verkehrsachse sollte der Grenzübergang Ebmath/Hranice für den regionalen Wirtschaftsverkehr freigegeben werden. Ein weiteres zentrales Straßenprojekt sei für beide Kammern eine grenzüberschreitende neue Bundesstraßenverbindung zwischen den Ballungsräumen Zwickau/Reichenbach und Karlsbad (Karlovy Vary). Schließlich gebe es zwischen den Grenzübergangsstellen Zinnwald und Schönberg keinen Grenzübergang für einen uneingeschränkten Lasterverkehr. Zugleich müsse die Schienentrasse über Schönberg und Klingenthal/Kraslice ausgebaut werden. (vr/dpa)
Deutsche und Tschechische Kammern fordern Ausbau der Infrastruktur
Bevorstehender EU-Beitritt Tschechiens erfordere Korrekturen in der Verkehrspolitik