Weder bestätigen noch dementieren wollte Peter Kruse, Vorstandsmitglied bei Deutsche World Net in Bonn, Informationen nach denen die Deutsche Post kurz vor der Übernahme des amerikanischen Logistik-Konzerns Airborne Express stünde. Dies hatte Focus Money am Mittwoch in seiner jüngsten Ausgabe berichtet. Peter Kruse bestätigte der Verkehrs-Rundschau jedoch, dass Airbone Express als Nummer drei auf dem amerikanischen Express Domestic-Markt "durchaus für die Deutsche Post interessant sein könnte, sofern die Rahmenbedingungen stimmen". Er begründete dies damit, dass der US-Expressdienstleister DHL International, an dem die Deutsche Post mit 51 Prozent beteiligt ist, im amerikanischen Domestic-Markt nur einen kleinen Marktanteil habe. Im internationalen Expressgeschäft rangiere DHL hingegen weltweit auf Platz drei. Abgesehen davon betonte Peter Kruse, der bei der Deutschen Post für das Expressgeschäft verantwortlich zeichnet, dass bei Transaktionen neben dem Kaufpreis auch immer Kriterien wie "Verkaufswilligkeit, Kaufwilligkeit, Preisbewertungs- und Risikofaktoren" eine gewichtige Rolle spielen. Airborne Express besitzt 120 Flugzeuge samt eigenem Flughafen. Das Unternehmen setzte im ersten Halbjahr 1,6 Milliarden Dollar um, schreibe jedoch seit vier Quartalen rote Zahlen.(vr/eh)
Deutsche Post: Transaktion mit Airbone Express "durchaus sinnvoll"
US-Expressdienstleister würde gut Aktivitäten von DHL-International passen