Die Deutsche Post World Net (DPWN) sieht für ihre Logistik- und Express-Sparte interessante Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt. "Wir sind dort schon heute über DHL und über Danzas sehr gut aufgestellt", erklärte Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post World Net (DPWN), in Bonn. "Wir verdienen in China schon heute gutes Geld." Im Zuge der von der chinesischen Regierung gewollten Öffnung des Landes – Stichwort: WTO – sei der Post-Konzern "sehr schnell aktionsbereit". Der Konzern beobachte sehr genau den chinesischen Verkehrs- und Logistik-Markt. "Wenn sich entsprechende Gelegenheiten ergeben, dann werden wir zukaufen." Der Post-Chef kündigte zudem an, die Chancen der politisch beschlossenen europäischen Briefmarkt-Liberalisierung intensiv zu nutzen. Im Fokus stünden primär gewerbliche Kunden. Im Sommer werde der Konzern Details zu seiner künftigen europäischen Briefmarkt-Strategie vorlegen. Peter Kruse, Vorstandsmitglied Logistik und Express, stellte für 2002 den Abschluss von "mindestens einem bis zwei spektakulären Logistik-Outsourcing-Verträgen" in Aussicht. Die Aussichten für 2002 beurteilte Zumwinkel grundsätzlich positiv. So rechnet er mit einem Umsatzsprung auf 41 Milliarden Euro nach 33,4 Milliarden Euro 2001 (plus 2,1 Prozent). Das operative Ergebnis zu steigern, sei allerdings "eine große Herausforderung". Es hänge auch stark vom Konjunkturverlauf ab. Für 2001 weist der Konzern einen Gewinn von rund 1,6 Milliarden Euro aus. Die Dividende steigt auf 37 Cent (27 Cent). (vr/eha)
Deutsche Post: China reizt zum Handeln
Zumwinkel rechnet mit Umsatzsprung auf 41 Milliarden Euro