"Die Richtung der europäischen Verkehrspolitik stimmt schon lange nicht mehr. Sie muss dringend korrigiert werden." Das meinen die drei deutschen EU-Parlamentarier Bernd Lange, Willi Piecyk und Ulrich Stockmann (alle SPD). Deshalb haben sie jetzt in Brüssel eine 63-seitige Publikation mit Ideen zur Zukunft des EU-Transports vorgelegt. Das Autorentrio geht von den "erschreckenden Prognosen" des EU-Verkehrsweißbuchs aus. Wie kann der bis 2010 um 38 Prozent wachsende Güterverkehr bewältigt werden, fragen sich die drei Abgeordneten aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Nötig sei dazu ein "europäisches Gesamtverkehrssystem, in dem jeder Verkehrsträger seine Vorteile optimal ausspielen kann". Dabei sei es "oberstes Ziel", den Güterzuwachs auf umweltfreundlichere Verkehrsträger zu verlagern. Nur so sei zu verhindern, dass der Lkw-Verkehr bis 2010 gegenüber 1998 ungehemmt um bis zu 50 Prozent steige. Empfohlen werden leistungsfähige Infrastrukturen, Vernetzung und Optimierung der Verkehrsträger, intelligente Verkehrslösungen, Vermeidung von unnötigem Verkehr, Kostenwahrheit und Wettbewerbsgleichheit. (vr/dw)
Deutsche EU-Parlamentarier: Ideen für neue Verkehrspolitik
Europäische Gesamtverkehrsystem mit leistungsfähigen Infrastrukturen