Die Deutsche Bahn AG ist weiterhin an der Stinnes-Logistiktochter Schenker interessiert. "Wir sind da im Dialog, das wäre ein strategischer Fit", sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn laut Handelsblatt während der Vorstellung der Bilanzzahlen 2001 in Berlin. Mit Hilfe von Schenker, hofft Mehdorn, könnte sich der Güterverkehr der Bahn verstärkt als Logistikdienstleister etablieren und seinen Kunden spezifische Logistikdienstleistungen anbieten.
Das profitable Speditionsunternehmen des Stinnes-Konzerns, das bis 1991 zur Deutschen Bundesbahn gehörte, verfügt neben der Posttochter Danzas über das einzige flächendeckende Logistiknetz in Europa und ist deshalb auch für Logistikkonzerne wie UPS oder Kühne&Nagel interessant. Heute betreiben die Bahn und Schenker das Gemeinschaftsunternehmen Railog, das Transporte im Kombinierten Verkehr anbietet.
Die Deutsche Bahn AG will bis 2004 in die Gewinnzone fahren. Wegen der Investitionen in das Schienennetz und in rollendes Material würden die Verluste 2002 nochmals steigen. Nach einem negativen Betriebsergebnis nach Zinsen im vergangenen Jahr von 204 Millionen Euro (2000: plus 199 Millionen Euro) werde wie bisher geplant von einem Minus von 550 Millionen Euro ausgegangen. Beim Konzernumsatz werde annähernd das Vorjahresniveau von 15,7 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent) erwartet, wobei der Personenverkehr zulegen und der Güterverkehr etwas verlieren werde. (jk/dpa)