Berlin. "Erstmals in der Nachkriegsgeschichte hat die Bahn aus eigener Kraft einen Gewinn erzielt", sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Berlin. Das Geschäftsjahr 2003 hatte für die Deutsche Bahn noch mit einem Verlust von 172 Millionen Euro geendet. Der international tätige Logistikdienstleister Schenker, Tochterunternehmen der DB, leistete 2004 einen Umsatzbeitrag von 8,024 Milliarden Euro. Das Betriebliche Ergebnis nach Zinsen lag bei 193 Millionen Euro, was einen erheblichen Teil des positiven Konzernergebnisses ausmacht. Die Gütersparte Railion rutschte angesichts eines starken Preisverfalls und Konkurrenz von Lkw im vergangenen Jahr mit 15 Millionen Euro in die roten Zahlen (2003: plus 169 Millionen). In diesem Jahr rechnet der Vorstand mit noch höheren Verlusten. Im ersten Quartal 2005 stieg der Umsatz des DB-Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Das Betriebliche Ergebnis nach Zinsen habe sich um 44 Millionen Euro auf minus 38 Millionen Euro verbessert. Im Geschäftsfeld Railion lag die Verkehrsleistung laut DB im ersten Quartal 2005 mit 19,3 Milliarden Tonnenkilometern insgesamt um 8,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Logistikdienstleister Schenker hingegen profitiere von guten konjunkturellen Rahmenbedingungen in den Märkten Asien, USA und Osteuropa.
Deutsche Bahn schreibt schwarze Zahlen
Die Deutsche Bahn (DB) hat im Geschäftsjahr 2004 einen operativen Gewinn von 253 Millionen Euro erzielt. Der Konzernumsatz stieg 2004 um 4,1 Prozent auf 24 Milliarden Euro.