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Dettendorfer steigt um auf den KV

Einer der 35 neuen KV-Trailer, in die die Spedition Dettendorfer investiert hat
© Foto: Dettendorfer

Die Spedition Dettendorfer investiert in den Kombinierten Verkehr und hat 35 KV-fähige Auflieger für ihren Fuhrpark gekauft.


Datum:
25.04.2019
Autor:
Michael Cordes
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Nußdorf/Inn. Die Spedition Dettendorfer setzt wieder auf den Kombinierten Verkehr (KV). Nach einem Versuch Ende der 80er Jahre und dem Engagement beim später eingestellten Bayerischen Trailerzug (BTZ) unternimmt das Unternehmen jetzt einen erneuten Anlauf. „Wir haben 35 KV-fähige Auflieger gekauft, die bereits im Einsatz sind“, sagte Georg Dettendorfer, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, gegenüber der VerkehrsRundschau.

Restriktionen vor allem in Tirol und Fahrermangel zwingen zum Umstieg auf die Bahn

Derzeit sind diese Einheiten zwischen Hamburg über den Brenner nach Verona im Einsatz. Dettendorfer will das Angebot weiter ausbauen. „Weil die Restriktionen für alpenquerende Straßengüterverkehre vor allem in Tirol weiter zunehmen, wird die Nachfrage nach zusätzlichen Abfahrten schnell anziehen“, begründete Dettendorfer das Engagement. Außerdem sei der Fahrermangel ein weiterer Grund, weshalb er die Notwendigkeit sieht, Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Die Kunden würden aus den Segmenten Papier, Stahl und Lebensmittel kommen.

Neue Fläche für den verkehrsträgerübergreifenden Umschlag

Zudem baut Dettendorfer den Logistikpark Kiefersfelden unweit der Inntalautobahn A93 an der österreichischen Grenze weiter zum verkehrsträgerübergreifenden Umschlagplatz aus. Jährlich werden hier über 200.000 Tonnen Treibstoff, Holz und andere Schütt- und Massengüter, welche vor der Eröffnung des Standorts 2014 auf der Straße gefahren wurden, auf der Schiene antransportiert. Weitere Verkehrsverlagerungen peilt die Spedition mit einer zweiten Halle an, die im Juni eröffnet werden soll. Die Flächen sind für Unternehmen gedacht, die regelmäßige alpenquerende Verkehre betreiben und die Halle für Zwischenlagerungen nutzen wollen. Laut Unternehmensangaben sind die meisten Flächen bereits vermietet.

„Für neue Interessenten können auf dem 40.000 Quadratmeter großen Standort jederzeit weitere Hallen errichtet werden“, sagt Dettendorfer. Auch an den Standorten Könitz (Thüringen), Landshut und Verona würden die verkehrsträgerübergreifenden Verkehre zulegen.

Umsatzsteigergung 2018 in Höhe von 27,1 Prozent

Für Kunden in der Automotive-, Bau-, Baustoff-, Holz-, Lebensmittel-, Papier- und Stahlindustrie verlagert Dettendorfer nach eigenen Angaben jährlich fast 460.000 Tonnen Güter von der Straße auf die Schiene. Der Anteil solcher Lösungen am Gesamtumsatz würde weiter wachsen. Dettendorfer erzielte 2018 347 Millionen Euro Umsatz nach 273 Millionen Euro im Vorjahr (+ 27,1 Prozent). (cd)

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