Der weltweit größte Nutzfahrzeughersteller, die DaimlerChrysler AG, will noch in diesem Jahr die Gespräche über den Bau von schweren Lkw mit dem chinesischen Automobilhersteller FAW zum Abschluss bringen. Das sagte Nutzfahrzeugvorstand Eckhard Cordes der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". Ob DaimlerChrysler eigene Werke in China aufbauen wolle oder die Infrastruktur von FAW nutzen werde, sei noch offen. Der Marktanteil in Asien solle langfristig dem der restlichen Welt entsprechen, wo DaimlerChrysler Marktanteile zwischen 20 und 40 Prozent habe. DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp hatte bereits im Juni angekündigt, noch in diesem Jahr in China Verträge über Kooperationen unterzeichnen zu wollen. Zu den möglichen Projekten gehörten zum Beispiel die Bus-Produktion und der Bau von Transportern. Zu einem späteren Zeitpunkt seien nach Schrempps Angaben in China auch Pkw-Projekte mit Mercedes-Benz nicht ausgeschlossen. Das Lkw-Joint-Venture mit dem Staatsunternehmen FAW hatte Cordes' Vorgänger Dieter Zetsche bereits für Ende 2000 angekündigt. Das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge habe seine Marktanteile in diesem Jahr halten, zum Teil sogar verbessern können, sagte Cordes der Zeitung. "Insgesamt werden wir an das Niveau des vergangenen Jahres anknüpfen können." DaimlerChrysler hatte in der Sparte 2001 einen Umsatz von 28,57 Milliarden Euro erzielt. (vr/dpa)
DaimlerChrysler: Lkw-Joint-Venture in China noch in diesem Jahr
Marktanteil in Asien soll dem Weltmarktanteil angepasst werden