Hannover. Der Autozulieferer Continental ist im vergangenen Jahr angesichts der dramatischen Krise in der Autoindustrie tief in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand für den früher erfolgsverwöhnten Konzern ein Rekordverlust von 1,12 Milliarden Euro. Hauptgrund war eine Milliarden-Abschreibung auf den Firmenwert der übernommenen früheren Siemens-Tochter VDO. Der Konzern, dessen schwer angeschlagener Großaktionär Schaeffler um Staatshilfen kämpft, will nun noch stärker als bisher den Rotstift ansetzen. Oberste Priorität habe der Abbau des hohen Schuldenberges von 10,5 Milliarden Euro. Vorstandschef Karl-Thomas Neumann sagte am Donnerstag in Hannover, Conti wolle Investitionen zurückfahren und bei Forschung und Entwicklung sparen. Außerdem solle die Kurzarbeit ausgeweitet werden. Die Conti hat bereits rund 7000 Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt. Das Unternehmen rechne im laufenden Jahr mit „erheblichen Restrukturierungsmaßnahmen“. (dpa)
Continental rutscht tief in die roten Zahlen
Verschärfter Sparkurs soll Schulden mindern