Comroad will Sonderprüfung

21.02.2002 09:11 Uhr

Seit Tagen ist die Aktie von Comroad im freien Fall – bis sie von der Deutschen Börse gestoppt wurde. Aber auch nur deshalb, weil diese das Papier vom Handel ausgesetzt hatte.

Seit Tagen ist die Aktie von Comroad im freien Fall – bis sie von der Deutschen Börse gestoppt wurde. Aber auch nur deshalb, weil diese das Papier vom Handel ausgesetzt hatte. Erst hielt sich seit Wochen das Gerücht über angeblich nicht existierende Geschäftsbeziehungen nach Asien, dann kündigte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ihr Prüfungsmandat für die Bilanz 2001 mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund. Gegenüber LOGISTIK inside bestätigte ein KPMG-Sprecher einen Bericht der Zeitschrift Börse Online. Danach habe KPMG Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der am Neuen Markt notierten Gesellschaft. Eine Vor-Ort-Überprüfung seitens der Wirtschaftsprüfer hätte ergeben, dass eine von Comroad als Geschäftspartner genannte Herstellerfirma in Hongkong weder unter der angegebenen Adresse bekannt sei, noch ein entsprechender Registernachweis existiere. Auf einer daraufhin von Comroad eilig einberufenen außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wurden zwei Beschlüsse gefasst. Zum einen soll eine Sonderprüfung in Auftrag gegeben werden und zum anderen wolle das Unternehmen bei Gericht die Bestellung einer neuen Jahresabschlussprüfungsgesellschaft beantragen. Die Deutsche Börse hat am darauf folgenden Tag das Papier wieder zum Handel zugelassen.

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