CDU/CSU gegen Schwerin-Anbindung über A 14

12.04.2002 16:51 Uhr

Unionsforderung wird auf Landesebene von eigenen Politikern abgelehnt

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich gegen die Trassenführung der Autobahn 14 von Magdeburg nach Schwerin ausgesprochen. Wie aus einem am Donnerstag bekannt gewordenen Bundestagsantrag hervorgeht, bevorzugt die Union den Bau der so genannten modifizierten X-Variante. Danach würde eine Autobahn von Hamburg über Lüneburg nach Magdeburg und eine zweite von Wolfsburg zum Wittstocker Dreieck verlaufen. Die Pläne trafen bei den Schweriner Regierungsparteien SPD und PDS auf scharfe Kritik. Wie die Landesregierungen in Potsdam und Magdeburg fordert auch das SPD/PDS-Bündnis im Nordosten die direkte Verbindung der beiden Landeshauptstädte Magdeburg und Schwerin. Wie die "Schweriner Volkszeitung" berichtete, befürchten auch Kommunalpolitiker in Südmecklenburg, dass der bisherige Konsens zur Streckenführung kippt. Mit der X-Variante könnten die strukturschwachen Regionen im Nordosten Niedersachsens und im Norden Sachsen-Anhalts am wirtschaftlichen Potenzial der angrenzenden Gebiete teilhaben, argumentiert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch sei die Volkswagen AG am Automobilstandort Wolfsburg auf verbesserte Verkehrsanbindungen zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit dringend angewiesen. "Das ist doch Blödsinn", kommentierte Christian Rosenkranz, Sprecher der Initiative "Bürger für die A 14" und CDU-Kandidat für die Landtagswahlen in Ludwigslust den Vorstoß der Unions-Fraktion. Im Wahlkampf wolle jeder Abgeordnete demonstrieren, dass er sich für seine Region einsetzt. Die X-Variante sei überhaupt nicht mehr auf der Tagesordnung. Er bezeichnet sie als aufgebläht und viel zu teuer. (vr/dpa)

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