Damit ist der Weg frei für einen vom Land Brandenburg in Aussicht gestellten Massekredit in Höhe von 4,15 Millionen Euro. Dessen Auszahlung war an die jetzt gefallene Entscheidung des Amtsgerichts geknüpft. Nach Angaben von Mönning gewinnt das Unternehmen damit eine Atempause von zwei Monaten. Die Zeit will der Rechtsanwalt für eine "ungeschminkte Bestandsaufnahme der Cargolifter-Projekte" nutzen. Sowohl für den Transportballon als auch für das Luftschiff sollen die technische Machbarkeit, die Marktchancen und der Finanzbedarf "verlässlich ermittelt" werden. Ziel sei die Entwicklung eines Fortführungskonzeptes. Nach früheren Unternehmensangaben wären dazu noch 420 Millionen Euro nötig. Die Serienfertigung des Luftschiffs war für das Geschäftsjahr 2005/2006 geplant. Der Unternehmensvorstand bemüht sich unterdessen weiter um den Einstieg von Investoren. Meldungen, dass es diesbezüglich bald zu Abschlüssen käme dementiert Mönning. Auch würden derzeit keine Gespräche mit dem ebenfalls wirtschaftlich angeschlagenen britischen Luftschiffbauer Advanced Technologies Group geführt.
Cargolifter-Vorstand entmachtet
Das Amtsgericht Cottbus hat den Vorstand des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter entmachtet. Das Gericht erteilte dem vorläufigen Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning die Verwaltungs- und Verfügungsgewalt über das noch vorhandene Vermögen von Cargolifter.