Cargolifter baut jetzt Luft-Ballone

21.05.2002 07:00 Uhr

Der in Geldnöten steckende Luftschiffbauer Cargolifter will jetzt kleinere Brötchen Backen und damit die drohende Insolvenz abwenden.

Statt des großen Luftschiffs CL 160 beschränkt sich das Unternehmen jetzt erst einmal auf den Bau des kleineren Transportballons CL 75 Aircrane. Dies teilte der Cargolifter-Chef Carl von Gablenz jetzt in Berlin mit. Dafür benötige das Unternehmen bis August 2003 noch etwa 70 Millionen Euro. Für seine ursprünglichen Pläne hätte das Unternehmen bis 2005/2006 noch rund 420 Millionen Euro benötigt. Aber auch dieser kleinere Betrag fehlt derzeit in der Kasse von Cargolifter. Wieviel da überhaupt noch drin ist oder wie lange das Geld noch reicht, wollte der Unternehmens-Chef nicht sagen. Nach früheren Unternehmensaussagen war die Liquidität noch bis April gesichert. Jetzt ist es Mai. Die Zeit bis zur großen Finanzierungsrunde im Sommer sollte mit einer Wandelanleihe überbrückt werden. Doch die wollte bis heute kaum jemand haben. Statt der erhofften 50 Millionen Euro brachte sie rund vier Millionen Euro in die Kasse des Unternehmens. Die um Hilfe angerufene Bundesregierung und das Land Brandenburg haben eine finanzielle Unterstützung verweigert. Ihnen fehlt ein schlüssiges Finanzierungskonzept seitens Cargolifters, zudem gibt es zweifel an der Machbarkeit. Jetzt stehen die ersten Entlassungen an. Mal sehen, wie lange die verbleibenden Mitarbeiter noch Geld bekommen.

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