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C.H. Robinson: Lieferketten beeinflusst von Winterspielen und Neujahr in China

C.H.Robinson gibt Tipps, was Transportunternehmen aus den Verzögerungen der Lieferketten lernen können
© Foto: vege / stock.adobe.com

Was Unternehmen aus den Verzögerungen durch das chinesische Neujahrsfest, die Winterspiele und weiterhin angespannten Transportmärkte lernen können.


Datum:
17.02.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
3 min
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München. Das chinesische Neujahrsfest hat jedes Jahr erhebliche Auswirkungen auf den globalen Frachtmarkt. Durch die Feiertage kommt die Produktion in chinesischen Fabriken fast zum Stillstand und die Transportkapazitäten werden erheblich reduziert. Auch in Häfen und Zoll arbeitet in der Regel nur ein Minimum an Personal. In diesem Jahr kommen jedoch weitere Faktoren hinzu, die die globale Lieferkette zusätzlich auf eine Belastungsprobe stellen: Neben dem bekannten Mangel an Schiffsraum und verfügbaren Containern sind es die weiterhin sehr angespannte Lage im Zuge der Corona-Pandemie sowie Stromausfälle und -sperren, die Abläufe ins Stocken bringen. Im Zuge der Olympischen Winterspiele in Peking ist außerdem mit verstärkten Zoll- und Sicherheitskontrollen zu rechnen, die Lieferprozesse zudem verlangsamen.

Die Luft- und Seefracht war bereits in den letzten Tagen maßgeblich von diesen Ereignissen betroffen. Der verbleibende Februar wird auch weiterhin langsamer verlaufen als üblich. C.H. Robinson rechnet damit, dass diese Verzögerungen bis Ende des Monats andauern wird, bis sich der Betrieb allmählich wieder normalisiert.

Für Unternehmen ist es nun wichtiger denn je, verschiedene Verkehrsträger, Handelswege oder Binnentransportstrategien zu bewerten, um Verzögerungen im Lieferablauf so gering wie möglich zu halten. Sie können aus diesen Wochen lernen und wichtige Erkenntnisse mitnehmen:

Vorausschauend planen: Unternehmen und Spediteure sollten die Erkenntnisse dieser ersten beiden Monate des Jahres nutzen, um sich bereits auf kommende, potenzielle Engpässe vorzubereiten. Mithilfe von aussagekräftigen Daten in Bezug auf Nachfrage, Bestellungen, Lieferinformationen, Wettermuster oder häufig aufgetretenen Problemen können sie ihre Planung für das nächste Jahr bereits jetzt anpassen, entsprechend vorausplanen und somit flexibel bleiben.

Datenbasierte Überblicke: Daten über die aktuelle Auslastung und Situation einzelner Häfen und Flughäfen zu kennen, erlaubt ein flexibles Reagieren und gegebenenfalls die Suche nach Alternativen. Kleinere Häfen können etwa zu guten Optionen werden. Weiterhin ermöglicht ein genaues Wissen über die benötigten Volumina die Entscheidung, ob alternative Seefracht-Optionen oder sogar Luftfracht die optimale Lösung für die jeweilige Situation sein können.

Netzwerke nutzen: Der Schlüssel in der aktuellen Situation sind exakte Daten über die komplette Lieferkette und verfügbare Optionen sowie eine zuverlässige Kommunikation und Kollaboration im Partnernetzwerk. Angesichts vieler Herausforderungen profitieren Unternehmen wie nie zuvor von Netzwerken und langjähriger Zusammenarbeit. Verlässlichkeit und eine Vertrauensbasis zahlen sich aus, sie vereinfachen das Finden flexibler Lösungen deutlich. Stammkunden haben bei allen Unternehmen Priorität, kurzfristige Aufträge dagegen haben es schwer.

Alternative Verkehrsträger nutzen: Bei Warteschlangen vor einzelnen Häfen kann intermodaler Transport eine attraktive Ausweichoption darstellen. Ein Teiltransport über Land erlaubt es, auch weiter entfernte Häfen als Alternativen zu nutzen.

Wie lange es dauert, bis sich die Situation wieder etwas beruhigt, bis die Fahr- und Flugpläne wieder in zuverlässigeren Takt geraten und wieder mehr Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist schwer vorherzusagen. Bis dahin müssen alle Teilnehmer der Lieferkette möglichst eng zusammenarbeiten und kommunizieren. (ste)

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